9,5 km eine Richtung, ca 3-3,5 Stunden Wanderzeit
Informationen zur Wanderung finden sich auf einer separaten Seite. Hier ist unser Tourbericht:
In BjørnfjellEs ist schon kurz vor 15 Uhr, als wir von der E10 nahe der norwegischen Grenze nach Bjørnfjell abbiegen. Ein Hinweisschild gibt es hier nicht, doch gibt es auch keine andere Abzweigung. Über eine kleine Teerstraße mit tiefen Schlaglöchern fahren wir langsam zur Bahnstation und stellen dort unser Auto ab. Auf unserer geplanten Tour müssen wir in dreieinhalb Stunden bis Katterat gehen, um dort den Zug für die Rückfahrt zu erreichen. Sonst müßten wir zu Fuß zurück, denn eine andere Möglichkeit gibt es in Katterat nicht. Doch die Strecke sollte in dieser Zeit zu schaffen sein. Ein Zug ist nicht in Sicht, und so können wir am Bahnhof auf dem Rallarvegen die Gleise überqueren. Überall sind hier die Pellets aus Eisenerz über die Gleise verstreut. Ein breiter Weg führt durch den Zaun, der die Bahnstrecke gegen Schneeverwehungen schützt. Ein Schild warnt vor Steinschlag, doch damit ist hier noch nicht zu rechnen. Der Himmel ist etwas trist und bedeckt, was auf diesen ersten Bildern nicht zu sehen ist, denn sie sind von einem anderen Tag.
Bei BjørnfjellDie nächsten Kilometer sind einfach zu gehen, wir spazieren auf einer Fahrstraße, die zu den Wochenend- und Ferienhäusern im Bjørnfjell führt. Wir passieren ein Denkmal, das an den Eisenbahnbau erinnert. Die Bahnstrecke führt hier durch mehrere Überdachungen. Bald trennen sich Bahnstrecke und der Rallarvegen jedoch, wir wandern nun durch einen lichten Wald mit niedrigen Birken. In den Felswänden finden sich teilweise recht große Höhlen. Erst nach einiger Zeit taucht die Bahnstrecke am gegenüberliegenden Hang wieder auf. Sie zieht quer durch das Tal und verschwindet vor uns in einem Tunnel des Baujahres 1988. Der Rallarvegen überquert den Tunneleingang und erreicht schließlich eine Stelle, von der man sehr gute Aussicht auf die berühmte Norddalsbrücke hat. Ursprünglich führte die Strecke über diese Brücke, doch nach einem Unfall wurde sie nicht mehr benutzt, der Tunnel wurde gebaut und die Strecke verlegt.
Norddalsbrücke
Weg am NorddalenZunächst wieder ohne Sicht auf die Bahnstrecke steigt der Weg an. Am höchsten Punkt treffen wir auf einige Arbeiter, die wohl Befestigungsarbeiten am Weg durchführen. Sie haben gerade Dienstschluß, packen ihre Sachen und fahren auf einem Allradfahrzeug zurück. Zunächst bleiben wir einige Minuten hier, denn die Aussicht auf das Tal ist spektakulär. An der gegenüberliegenen Talseite sehen wir die Station Katterat. Der Weg führt nun über zwei Kilometer wieder hinunter ins Tal. Schilder weisen darauf hin, daß man hier nicht rasten soll, das Gebiet ist steinschlaggefährdet. Wir passieren einige Stellen, an denen Felsen von oben herabgestürzt sind. Manchen ist anzusehen, daß sie noch nicht sehr lange hier liegen. Wasserfälle kommen von der Höhe herunter. Da das Wasser unter dem Weg innerhalb der Geröllhalde hindurchfließt, bemerken wir nicht viel davon, wenn wir sie überqueren.
Rombakselva (Hunddalen)
Aussicht von KatteratEs bleibt am Ende noch genügend Zeit. Rechtzeitig erreichen wir den Bahnhof von Katterat. Wir können von hier einen Zipfel des Rombaksfjords sehen. Nach einer halben Stunde taucht am Hang der Zug auf und nähert sich langsam dem Bahnhof. |