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Vuojatätno
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Nördlicher
Padjelantaleden, Variante 1
( Sallohaure Brücke - Änonjalme ), 26 km, 1 ½
Tage
(1994)
Ende Juni 1994 wanderten wir den Padjelantaleden von Kvikkjokk
und beendeten unsere Tour über Kisuris nach Änonjalme.
Das ist die einfachere von zwei Möglichkeiten, die man an
der Sallohaure Brücke wählen kann, sie hat keine wesentlichen
Höhenunterschiede.
Bei Sallohaure, Akka im Hintergrund
An der Brücke hatten wir etwa den
halben Weg zwischen Laddjåkkå und Kisuris hinter
uns. Der Weg war nun sehr einfach für den Rest des Tages.
Wir waren in guter Stimmung. Alles war bestens - außer
unseren Füssen, am Ende des Padjelantaleden begannen sie
nun, weh zu tun.
Bei Kutjaure Sameviste
Einige Kilometer vor der Kisurisstugan passiert man die
Hütten von Kutjaure Sameviste, ein Sommerdorf der Sami.
Sie liegen am Ufer des Sees etwa einen Kilometer vom Trail entfernt
und sind auf dem Bild kaum zu erkennen (das Bild ist von 1996).
Ein Zeichen am Weg weist auf interessante Angebote hin: Räucherfisch,
Unterkunft, eine Sauna, Bootstransporte und Lebensmittelverkauf.
Mehr kann ich leider darüber nicht sagen, denn 1994 waren
wir zu früh, es war Ende Juni noch niemand da, und 1996
hatten wir andere Pläne. Aber ich hoffe, daß es vielleicht
nicht das letzte Mal war und wir es eines Tages ausprobieren.
Als wir schließlich an der Kisurisstugan ankamen,
waren wir sehr müde. Kiruris war nahe an der Zivilisation,
und einige Schweden in der Hütte
hatten gerade den ersten Tag auf dem Padjelantaleden von Änonjalme
her hinter sich. Sie kochten jetzt Kartoffeln mit gebratenem
Lachs und hatten noch einige Weinflaschen, eigentlich alles zu
schwer, um es zu tragen. Morgen würden ihre Rucksäcke
leichter sein. Wir aßen den Rest unseres gefriergetrockneten
Essens, "Blå Bands Sjömannsbiff".
Ambulanzhubschrauber und Akka
Im Jahr 1996 hatte ein deutscher Wanderer, der aus dem
Sarek kam, eine Handverletzung. Sie war nicht so schwer, aber
es hätte auf dem normalen Weg zwei Tage gedauert, ein Krankenhaus
zu erreichen. Die Hüttenwirtin rief daher einen Helikopter.
Entsprechend der Verletzung hatten wir eher einen kleinen Helikopter
erwartet, aber der Sikorsky S-76 der Norrlandsflyg mit Einziehfahrwerk
war wahrscheinlich der beste Ambulanzhelikopter in Lappland und
in Gällivare stationiert. Es ist sicherlich gut, in solchen
Fällen eine Versicherung zu haben. Wir haben durch die Mitgliedschaft
im Deutschen Alpenverein eine Versicherung für Such- und
Bergungskosten, ich hoffe, daß sie in einem solchen Falle
bezahlen würde.
In Sommer 1996 wurde die Kisurisstugan um eine neue Hütte
erweitert und die alten wurden besser gegen Kälte isoliert.
Kisuris hat einige Vierbett- und Zweibettzimmer und war nicht
zu voll, so daß wir ein Zimmer für uns alleine hatten.
Wir trafen nette Leute und hatten interessante Unterhaltung in
der großen Küche. Am nächsten Tag starteten wir
zu unserer ersten Sarek-Wanderung.
Im Jahr 1994 war in Kisuris nun der letzte
Tag der Wanderung gekommen. Wir mussten um sieben Uhr aufstehen,
etwas unüblich für uns. Die Strecke bis zum Boot war
16 km, und das Boot nach Ritsem würde um 12.30 ablegen.
Wir versuchten daher in den ersten Stunden etwas schneller zu
laufen. Später sahen wir dann, daß wir gut in der
Zeit waren, und gingen wieder etwas langsamer. Der Weg war etwas
hügelig, aber ohne größere Höhenunterschiede.
Voujatätno
Wir waren nicht mehr weit von Änonjalme.
Der Vuojatätno, der "Fluß, den die Rentiere durchschwimmen",
war noch einmal ein eindrucksvolles Schauspiel. Er ist einer
der wasserreichsten Flüsse Lapplands. Wir überquerten
ihn auf mehreren Brücken.
Bootsanleger Änonjalme
Nach zehn Tagen in einem relativen Wildnisgebiet war es
schon etwas seltsam, als da plötzlich ein Schild stand:
"Cafe Änonjalme". Bei frischem Kaffee und Zimtschnecken
warteten wir auf das Boot, das uns nach Ritsem bringen würde.
Die Zeiten für das Boot wurden 1996 umgestellt, es gab dann
nur Boote am Nachmittag.
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